Was ist der Veganuary? Und woher kommt der vegane Monat zu Jahresbeginn?

Zum Start ins neue Jahr einen Monat lang eine vegane Ernährung ausprobieren: Dafür steht der Veganuary, welcher ursprünglich aus Großbritannien kommt. Das Wort „Veganuary“ ist eine Mischung aus dem Wort „vegan“ und dem Monat „January“.


„Probier´s vegan diesen Januar“ lautet die Aufforderung, die uns aktuell sogar im TV-Spot für den Veganuary 2020 begegnet. Doch was steckt eigentlich hinter diesem Veganuary? Warum ist das Thema vegan heutzutage in aller Munde? Und: Kann es denn wirklich gesund sein, sich vegan zu ernähren?


Was ist der Veganuary?


Der Veganuary (deutsch „Veganuar“) ist eine weltweite Kampagne der gleichnamigen Organisation, die Menschen auf der ganzen Welt dazu ermutigt, im Januar 2020 eine vegane Ernährung auszuprobieren.


Der Weg des Veganuary zum weltweiten Neujahresvorsatz stammt ursprünglich aus Großbritannien und wird2020 auch erstmalig offiziell in Deutschland stattfinden. Seit seinem Beginn im Jahr 2014 hat der Veganuary insgesamt bereits mehr als eine halbe Million Menschen in 178 Ländern inspiriert und dabei unterstützt, im Januar zum Start ins neue Jahr eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren.


Kampagnenbild des Veganuary, Quelle: Veganuary.com

Das Ziel hinter der Kampagne ist es, Menschen zu inspirieren und dabei zu unterstützen, eine rein pflanzliche Ernährung für sich einen Monat lang auszuprobieren. Dabei soll jeder selbst zu erforschen, wie sich damit auch das eigene Wohlbefinden verändert. Auf der Veganuary Website kann man sich kostenlos anmelden und erhält anschließend den gesamten Januar über täglich eine E-Mail mit hilfreichen Tipps, leckeren Rezepten und interessanten Informationen rund um das Thema vegane Ernährung.



Vegane Ernährung: Schon lange keine Randerscheinung mehr


Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, sich gesund und genussvoll ganz ohne tierische Produkte zu ernähren. Die hartnäckigen Mythen der unterversorgten und kraftlosen Veganer gehören in Zeiten von veganen Leistungssportlern glücklicherweise auch der Vergangenheit an. Zerstört wurde dieser Mythos insbesondere durch den 2018 erschienenen und von James Cameron produzierten Kinofilm „The Game Changers“, in dem Top-Athleten wie Formel-1-Legende Lewis Hamilton oder Tennis-Star Novak Djokovic über ihre vegane Ernährung und die damit verbundenen Vorteile sprechen. Der Film ist mittlerweile sogar kostenlos auf Netflix verfügbar.


Auch bei den Unternehmen ist ein Wandel hin zu immer mehr veganen Produkten besonders im letzten Jahr deutlich spürbar geworden. Allein im Januar 2019 nahmen neben mehr als einer Viertelmillion Menschen weltweit auch etwa 500 Unternehmen am Veganuary teil und brachten dabei allein in Großbritannien mehr als 200 neue, rein pflanzliche Produkte auf den Markt.


Vegane Ernährung ist deutlich mehr als nur ein Trend. Mittlerweile gibt es immer mehr wissenschaftliche Studien, die belegen, was schon lange vermutet wurde: Von einer pflanzlichen Ernährung profitieren nicht nur die Umwelt und die Tiere, sondern vor allem auch die eigene Gesundheit.


Vielfältige Gründe für vegane Ernährung


Die Gründe, warum Menschen eine rein pflanzliche Ernährung mit dem Veganuary ausprobieren möchten, sind äußerst vielfältig. Für den Großteil der Teilnehmer am Veganuary stehen vor allem gesundheitliche Aspekte im Vordergrund. Laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus einer Vielzahl an großangelegten, unabhängigen Studien kann eine vegane Ernährung das Erkrankungsrisiko für zahlreiche Zivilisationskrankheiten - wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs - signifikant verringern. Gerade in der heutigen Zeit können wir mit einer pflanzlichen Ernährung so viel unnötiges Leid, nicht nur bei Tieren, sondern auch bei uns selbst, vermeiden. Denn: Die oben genannten Zivilisationserkrankungen gehören nicht zwangsläufig zum älter werden dazu, sie sind vielmehr eine Konsequenz unseres heutigen Lebensstils und unsrer Ernährungsweise reich an tierischen Erzeugnissen.


Eine vegane Ernährung ist zudem eine der effektivsten Maßnahmen, um unseren Planeten zu schützen und dem allgegenwärtigen Klimawandel entgegenzuwirken. Nachhaltige Ernährungs- und Konsumentscheidungen gewinnen in Zeiten wie diesen immer mehr an Bedeutung. Spätestens seit den Bränden im brasilianischen Amazonas welche für die Flächenrodung zum Anbau von Tierfuttermitteln gelegt wurden, ist das Thema in der gesellschaftlichen Mitte angekommen. So kann jeder Einzelne durch die bewusste Gestaltung seiner Ernährungsweise einen persönlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Denn: Unsere Ernährung und alles, was mit der Produktion der Lebensmittel in Zusammenhang steht, sind vielfach bedeutendere Faktoren hinsichtlich des Klimawandels als beispielsweise unser CO2 Ausstoß durch diverse Transportmittel.


Für viele Menschen, die sich intensiv mit der industriellen Massentierhaltung auseinandersetzen, ist die Vermeidung von Tierleid immernoch der Hauptgrund für eine vegane Ernährung. Das Bewusstsein für das Leiden der Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben und in den Schlachthöfen wächst von Tag zu Tag. Durch den eigenen Einkauf nicht mehr als unterstützender Teil dieser grausamen Maschinerie tätig zu sein, bewegt auch eine immer größere Anzahl an Menschen dazu, sich rein pflanzlich zu ernähren.


Aus meiner persönlichen Erfahrung als Ernährungsberater kann ich eines festhalten: Ganz egal aus welchem Grund die Menschen sich vegan ernähren - seien es gesundheitliche, ethische oder ökologische Gründe – ihnen allen geht es in ihrem gesundheitlichen Wohlbefinden bei einer rein pflanzlichen Ernährung deutlich besser als noch zuvor beim Konsum tierischer Produkte. Und ebenso herrscht Konsens, dass sie sich eine vegane Ernährung niemals so einfach, abwechslungsreich und vor allem lecker vorgestellt hätten, wie sie tatsächlich ist.


Veganuary: Zahlreiche prominente Unterstützer


Eine Vielzahl an prominenten Botschafterinnen und Botschaftern sprechen sich klar für eine vegane Ernährung aus. Beim Veganuary möchten sie durch ihre Mitwirkung die vegane Ernährung einer breiten Masse an Menschen näher bringen.


Schauspielerin Alicia Silverstone ruft wie folgt zum Veganuary 2020 auf:

"Trotz all unserer Gespräche zu Recycling, Energiesparen und Wasserverbrauch (die alle großartig sind), wissen die meisten Menschen immer noch nicht, dass sie mit einer pflanzlichen Ernährung den größten Einfluss auf unseren wertvollen Planeten Erde haben können."

Weitere namenhafte, vegane Unterstützer sind Hollywood-Legende Joaquin Phoenix, Big Bang Theory Star Mayim Bialik, Sängerin Billie Eilish, Paul McCartney sowie eine Vielzahl weiterer Weltstars.


Quelle: Veganuary.com

Unterstützung auch auch aus Deutschland


In Deutschland haben sich der Kampagne namenhafte Prominente wie Comedian Kaya Yanar, YouTuber RezoRalf Moeller, Ariane Sommer, Jamie-Lee Kriewitz, Patrik Baboumian, Andreas Luthe und zahlreiche weitere vegane Persönlichkeiten angeschlossen.


Quelle: Veganuary.com

Mitmachen beim Veganuary kann jeder. Und warum gerade zum Start ins neue Jahr?

Weil es keinen besseren Neujahrsvorsatz gibt, um der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun, Tierleben zu verschonen und gleichzeitig unsere Umwelt zu schützen.


Für mich stehen in meiner Tätigkeit als Ernährungsberater vor allem die gesundheitlichen Vorteile einer veganen Ernährung im Vordergrund. Um Menschen mit Fachwissen rund um eine gesunde vegane Ernährung unterstützen zu können, gebe ich kostenlose wöchentliche Live-Sessions in der „TeamVegan“ Facebook-Gruppe. Dabei beantworte ich Fragen rund um vegane Ernährung – und das nicht nur im Januar.

Hier kannst du der Gruppe ganz einfach kostenlos beitreten.


Links zum Veganuary:






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